Über 150 Jahre im Dienst unserer Bewohner

Geschichte Vincentinum1Das Vincentinum wurde 1857 als erstes Senioren- und Pflegeheim in München nach dem Vorbild des Namenspatrons Vinzenz von Paul gegründet. Die Aufgabe des Neubaus wurde 1901 vom Prinzregent Luitpold an den bekannten Architekten Gabriel von Seidl übertragen. Trotz wechselvoller Geschichte hatte das Haus stets durch Umbauten, Sanierung und Eingliederung neuer Dienste die aktuellen Bedürfnisse der Menschen im Blick.

Ausführliche Informationen zur Geschichte finden Sie hier.

 

Die Geschichte des Hauses

1857 spendete Michael Mahrhofer von der Konferenz St. Anna sein gesamtes Vermögen für den Kauf des Anwesens an der Oettingenstraße als Unterkunft für die Niederbronner Schwestern, die zur Armen- und Krankenpflege nach München berufen wurden. Am 25.03.1857 sandte Mutter Alphonsia die ersten 5 Schwestern aus dem Mutterhaus Niederbronn nach München. Schwester Adelinde wurde als Oberin ernannt. 1858 kamen weitere 6 Schwestern nach München. Sie bildeten verwahrloste Mädchen und Waisenkinder von 5 – 12 Jahren zu Dienstboten aus.

Geschichte Vincentinum4Es entstanden in den Jahren 1859 und 1860 eine Kapelle und ein Wohnhaus als Heim für alte gebrechliche Dienstboten und Waisenmädchen. Am 15.08.1859 wurde der Grundstein für die Kapelle gelegt. Im Kriegsjahr 1866 wurden mehrere Baracken für die Pflege verwundeter Soldaten gebaut. Hierfür kamen weitere Schwestern nach München. 1866 kam Schwester Genovefa ins Vincentinum, die später Anstaltsoberin wurde. Unter Ihrer Leitung bemühte sich Vereinskassier Michael Mayrhofer um eine Vergrößerung der „Anstalt". Herr Oberappelationgerichtsdirektor A. Semayr wurde der erste Vorstand des Zentralvereins.

Da sich die gleichzeitige Betreuung von Kindern und alten Leuten nicht bewährte, nahm man ab 1877 im Vincentinum ausschließlich alte weibliche Dienstboten auf. Die Kinder wurden im neugegründeten St. Anna-Heim versorgt. Zur Bewirtschaftung der Bewohner hielt der Verein einen bescheidenen Viehstand von Kühen, Hühnern und Schweinen. Da sich die Zahl der Aufnahmesuchenden ständig steigerte, sollte der geplante Neubau den neuen Anforderungen entsprechen. Am 6.04.1902 wurde der Grundstein dafür gelegt. 1903 vollendete Gabriel von Seidl im Auftrag des St. Vinzentius-Zentralvereins das heutige Vincentinum. Finanziert wurde der Bau durch den Verkauf der südlichen Grundstücke.

Geschichte Vincentinum2Am 6.12.1903 wurde die Kapelle vom H. H. Erzbischof Josef v. Stein eingeweiht. Der Frauenbau (Ostbau) umfasste 110 Zimmer für alleinstehende ältere Damen (Pensionärinnen) und erwerbsunfähig gewordene Dienstbotinnen (Pfründtnerinnen). Der Herrenbau (Westbau) hatte 35 Zimmer und war Wohnung für studierende Welt- und Ordensgeistliche.
1904 kam Schwester Fakunda als Oberin von 10 Schwestern ins Vincentinum. Das Personal wurde um 2 Portiere, 1 Hausmeister und 6 Zimmermädchen erweitert. Am 8.08.1907 wurde Schwester Urbicia als Oberin tätig. 1908 löste Freiherr Reichlin von Meldegg Herrn Baron von Hertling als ersten Vorstand des St. Vinzentius-Zentralvereins ab. Es kamen weitere 2 Ordensschwestern ins Vincentinum. Seine königliche Hoheit Prinzregent Luitpold, Prinzessin Arnulf, Em. Kardinal Bettinger und der päpstliche Nuntius Frühwirth besuchten das Haus. 1915 wurde Oberregierungsrat Anton Walser erster Vorstand.

Ende 1919 wurde die damalige Oberin Schwester Urbicia als Assistentin im Orden berufen. Ihr oblag die Aufgabe einen Ort für ein neues Mutterhaus innerhalb Bayerns ausfindig zu machen, da das bisherige Mutterhaus Oberbronn durch den verlorenen Krieg an Frankreich ging. Sie wurde dort zur Provinzialoberin ernannt. Im Vincentinum wurde Schwester Nantowina zur Oberin berufen.
Der Katholische Caritasverband errichtete eine Suppenküche für die ärmsten Viertel der Stadt im Vincentinum.

Geschichte Vincentinum31919 wurde Amtsgerichtspräsident Riß zum ersten Vorstand gewählt. 1924 übernahm Regierungsdirektor Orff die Vereinsvorstandschaft. 1927 musste die Kirchenglocke als Kriegsmaterial zur Verfügung gestellt werden. Am 23.05.1927 konnte eine Ersatzglocke zum ersten Mal geläutet werden. Die Hauskirche des Vincentinum wurde am 01.05.1932 zur Filialkirche der Pfarrei St. Anna erhoben.

1943 bis 1945 wurden der komplette Herrenbau (Westbau) und das Dachgeschoss des Ostbaus durch Sprengbomben völlig zerstört. 1993 wurde die Hauskirche restauriert. 1996 gaben die Ordensschwestern die Leitung der Einrichtung ab. 1998 startete eine fünfjährige Generalsanierung des Vincentinum.

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